Die meisten Sehenswürdigkeiten liegen in einem Streifen zwischen dem Demerara River und dem Botanischen Garten, entlang der Avenue of the Republic und der Main Street. Brechen Sie früh auf, vor der Hitze, legen Sie mittags eine Pause ein und lassen Sie den Tag am späten Nachmittag auf dem Seawall ausklingen.
1 St George’s Cathedral
Die anglikanische Kathedrale, von Sir Arthur Blomfield entworfen und in den 1890er-Jahren geweiht, ragt mehr als 40 Meter auf und wird regelmäßig als eines der höchsten Holzgebäude der Welt bezeichnet. Sie besteht größtenteils aus einheimischem Greenheart-Holz. Der Innenraum ist luftig und lichtdurchflutet, mit einem Kronleuchter, den Königin Victoria gestiftet hat.
Praktisch: Eintritt frei; Spenden willkommen. In der Regel tagsüber geöffnet, während der Gottesdienste für Besucher geschlossen. 30 Minuten einplanen.
2 Stabroek Market
Eine gusseiserne Halle von 1881 mit einem Uhrturm mit vier Zifferblättern, an einer Stelle, an der schon seit niederländischer Zeit ein Markt steht. Drinnen und drum herum wird alles verkauft, von Goldschmuck bis Fisch, und an der Stelling, dem Flussanleger dahinter, setzen die Schnellboote über den Demerara. Es ist die geschäftigste und chaotischste Ecke der Stadt.
Praktisch: Eintritt frei. Am besten vormittags, mit wenig in den Taschen und möglichst mit Guide; Taschendiebstahl und Entreißdiebstahl sind hier ein bekanntes Problem.
3 City Hall und die Avenue of the Republic
Die 1889 fertiggestellte City Hall, das Rathaus, ist eine Fantasie aus gotischen Türmen und Veranden in Holz. Sie wird seit Langem restauriert. An derselben Avenue stehen der High Court von 1887 mit einer Statue von Königin Victoria davor, St Andrew’s Kirk – eines der ältesten Gebäude der Stadt – und die Nationalbibliothek.
Praktisch: Die meisten Gebäude nur von außen. Zu Fuß 20 Minuten von einem Ende zum anderen.
4 Parlamentsgebäude
Ein Kuppelbau mit Kolonnaden aus den 1830er-Jahren am flussseitigen Ende der Avenue, in dem die Nationalversammlung tagt. Im Vorhof stehen zwei Kanonen aus dem Krimkrieg.
Praktisch: Besichtigung von außen; Innenbesichtigung nur nach vorheriger Absprache.
5 Der Seawall
Die Mauer, die den Atlantik aus der Stadt heraushält, zieht sich viele Kilometer an der Küste entlang. In Georgetown ist sie Promenade, Spielplatz und Treffpunkt zugleich: Jogger im Morgengrauen, Familien und Essensstände am Sonntagabend und zu Ostern Tausende von Drachen. Das Meer selbst ist braun vom Flussschlick – ein Badestrand ist das nicht.
Praktisch: Frei zugänglich. Am schönsten am späten Nachmittag und am Sonntagabend, wenn viel los ist; einsame Abschnitte und die Zeit nach Einbruch der Dunkelheit meiden.
6 Botanischer Garten, Seekühe und der Zoo
Der in den 1870er-Jahren angelegte Garten hat Palmenalleen, Teiche mit Victoria-amazonica-Seerosen und eine Gruppe Karibik-Manatis, die ans Ufer kommen, um sich mit Grasbüscheln füttern zu lassen. Früh am Tag ist die Vogelbeobachtung ausgezeichnet. Der kleine Zoo im Garten konzentriert sich auf guyanische Arten.
Praktisch: Garten frei; der Zoo verlangt einen kleinen Eintritt. Für Vögel gleich zur Öffnung kommen. 1½–2 Stunden einplanen.
7 Promenade Gardens und das 1763 Monument
Die Promenade Gardens sind ein formaler viktorianischer Garten im Zentrum, gut für eine Pause im Schatten. Auf dem Square of the Revolution steht das 1763 Monument, eine Bronze von Cuffy, dem Anführer des Aufstands der Versklavten in Berbice und Nationalhelden.
Praktisch: Eintritt frei. Jeweils 20–30 Minuten.
8 Die Museen
Das Guyana National Museum zeigt Naturkunde, ein Modell des ausgestorbenen Riesenfaultiers und Exponate zu Gold und Verkehr. Das Walter Roth Museum of Anthropology, in einem schönen Holzhaus an der Main Street, widmet sich den indigenen Völkern. Im Castellani House ist die National Art Gallery untergebracht. In der Nähe steht die Umana Yana, ein hohes, kegelförmiges, strohgedecktes Versammlungshaus, errichtet von Handwerkern der Wai-Wai.
Praktisch: Eintritt frei oder gegen eine kleine Gebühr. Üblicherweise werktags und samstagvormittags geöffnet; die Zeiten ändern sich, also vor Ort nachfragen. Jeweils etwa 45 Minuten.
9 Demerara-Rum: die El-Dorado-Destillerie
Demerara Distillers in Diamond, an der East Bank etwa eine halbe Stunde vom Zentrum, ist die letzte der Zuckerplantagen-Destillerien des Landes und die Heimat von El Dorado. Die Heritage-Tour zeigt hölzerne Brennblasen, die noch in Betrieb und in der Rumwelt einzigartig sind; danach folgt eine Verkostung.
Praktisch: Nach Reservierung, an festen Werktagen; kostenpflichtig. Mit Anfahrt etwa 3 Stunden einplanen. Geschlossene Schuhe sind Pflicht.
10 Kurze Ausflüge: Santa Mission und die Hoatzin-Flüsse
Santa Mission ist ein Arawak-Dorf, das man per Boot über den Kamuni Creek, einen Schwarzwasserbach, erreicht – meist kombiniert mit dem nahen Resort Arrowpoint. In der anderen Richtung sucht man bei Bootsfahrten im Morgengrauen auf dem Mahaica River nach dem Hoatzin, dem Nationalvogel.
Praktisch: Halb- oder Ganztagesausflüge über Veranstalter vor Ort; nicht bei GetYourGuide.
Geführte Touren: Georgetown
Flug & geführter Besuch ab €623 Kaieteur-Fälle: Rundflug und geführte Tour ab Georgetown
Der klassische Tagesausflug in Guyana: Flug im Kleinflugzeug über geschlossenen Regenwald zur Landepiste neben den Fällen, geführter Spaziergang zu mehreren Aussichtspunkten und ein kleiner Imbiss vor dem Rückflug. Insgesamt etwa vier Stunden; die Flüge hängen vom Wetter und von genügend Passagieren ab.
Bootstour ab €192 Essequibo: 5-Insel- und Städtetour mit Mittagessen
Ein langer Tag auf der Straße und im Schnellboot auf einem der großen Flüsse Südamerikas: Fort Island und Fort Kyk-Over-Al, die Bergbaustadt Bartica, Sloth Island oder das Aruwai Resort und ein Bad an den Baracara Falls, Mittagessen inklusive.


