Von der Landepiste führt ein Pfad über nackten Sandstein und durch niedrigen, nassen Wald zum Rand der Schlucht. Tempo und Reihenfolge bestimmt der Guide; die ganze Runde ist gemütlich, aber der Fels ist bei Nässe rutschig.
1 Die Kaieteur-Fälle und ihre Aussichtspunkte
Drei natürliche Plattformen ergeben drei verschiedene Bilder. Johnson’s View, der entfernteste, zeigt den ganzen Fall und die Schlucht; Boy Scout View liegt näher und frontal davor; Rainbow View befindet sich direkt neben der Kante, wo der Fluss über den Rand kippt und sich an sonnigen Vormittagen Regenbögen in der Gischt bilden. Absperrungen gibt es nirgends.
Praktisch: Bei jeder Tour inbegriffen. Etwa 1½–2 Stunden leichtes Gehen. Halten Sie deutlich Abstand zur Kante, besonders auf nassem Fels.
2 Die Potaro-Schlucht
Unterhalb des Wasserfalls hat der Fluss einen mehrere Kilometer langen Canyon in das Plateau geschnitten, die Wände von Wald überzogen und von Wolken verhangen. Der Blick von Johnson’s View die Schlucht hinunter bleibt ebenso im Gedächtnis wie der Wasserfall selbst.
Praktisch: Von den Aussichtspunkten und beim Anflug aus dem Flugzeug zu sehen.
3 Goldene Frösche und Riesenbromelien
Das Plateau ist von riesigen Zisternenbromelien bedeckt, die zwischen ihren Blättern Regenwasser sammeln. Ein winziger goldener Frosch, der nur in dieser Gegend vorkommt, verbringt sein ganzes Leben darin. Die Guides wissen, in welche Pflanzen man schauen muss.
Praktisch: Am Weg; anschauen, nicht anfassen.
4 Guyana-Felsenhahn
Ein kurzer Seitenpfad führt zu einem Balzplatz, an dem die grellorangen Männchen dieses Vogels balzen. Sichtungen sind häufig, hängen aber von Jahres- und Tageszeit ab.
Praktisch: Fragen Sie Ihren Guide; bei einer Tagestour reicht die Zeit nicht immer.
5 Die Segler in der Abenddämmerung
Tausende Segler übernachten an der Felswand hinter dem Wasservorhang und stürzen sich bei Sonnenuntergang durch ihn hindurch. Das Schauspiel sehen nur Gäste, die über Nacht bleiben.
Praktisch: Nur bei Übernachtung.
6 Orinduik-Fälle
Am Ireng River, der die Grenze zu Brasilien bildet, fließt das Wasser über eine Folge breiter Terrassen aus rotem und schwarzem Jaspis, inmitten der grasbewachsenen Pakaraima-Hügel. Die Stufen bilden natürliche Sitze und Badebecken. Die Sandmücken können heftig sein – Mückenschutz mitbringen.
Praktisch: Bei Kombitouren per 25-minütigem Flug von Kaieteur; etwa 2 Stunden Aufenthalt. Badesachen mitbringen.
7 Die Fälle Amatuk und Waratuk
Wer auf dem Landweg anreist, passiert am Potaro zwei niedrigere Fälle, an denen die Boote um die Stromschnellen getragen werden, bevor der letzte Aufstieg durch den Nebelwald aufs Plateau folgt – nicht ohne Grund als „Oh My God“-Hügel bekannt.
Praktisch: Nur beim Überland-Trek.
Geführte Touren: Kaieteur-Fälle & Orinduik
Flug & geführter Besuch ab €623 Kaieteur-Fälle: Rundflug und geführte Tour ab Georgetown
Der klassische Tagesausflug in Guyana: Flug im Kleinflugzeug über geschlossenen Regenwald zur Landepiste neben den Fällen, geführter Spaziergang zu mehreren Aussichtspunkten und ein kleiner Imbiss vor dem Rückflug. Insgesamt etwa vier Stunden; die Flüge hängen vom Wetter und von genügend Passagieren ab.


